Kombinationsleistung

Frage:
Meine Mutter hat seit 31 Jahren MS. Sie sitzt im Rollstuhl und ist hilflos. Mein Vater pflegt sie rund um die Uhr. Auch nachts umlagern und auf den Toilettenstuhl setzen. Sie ist in der Pflegestufe II eingestuft. Kann ein Pflegedienst die Pflege (z. B. morgens und abends) als Entlastung für meinen Vater übernehmen? Wie wird das berechnet? Sind das Pflegesachleistungen?

Antwort:
Ja, ihr Vater kann durch einen Pflegedienst entlastet werden. Man nennt die teilweise Inanspruchnahme dann "Kombinationsleistungen".

Kombinationsleistungen

Eine sinnvolle Pflegevariante ist die arbeitsteilige Pflege durch Angehörige oder andere Pflegepersonen und zusätzlich durch einen ambulanten Pflegedienst. Die Entscheidung, wie die häusliche Pflege letztlich organisiert wird, trifft der Pflegebedürftige. Werden Pflegesachleistungen und Pflegegeld kombiniert, können natürlich nicht die Höchstbeträge für beide Leistungen ausgeschöpft werden. Vielmehr wird der prozentuale Anteil, der bei der Pflegesachleistung (gemessen am Höchstbetrag) bereits verbraucht ist, beim Pflegegeld angerechnet.

Beispiel:

Ein Pflegebedürftiger der Pflegestufe II nimmt die Pflegesachleistungen in Höhe von 300,00 Euro in Anspruch, das sind 32,57% des Höchstbetrages von 921,00 Euro. Pflegegeld zahlt Ihre Pflegekasse dann in Höhe von 67,43% von 410,00 Euro, also 276,46 Euro.

Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie die kostenlose Pflegeberatung Ihrer Pflegekasse. Diese Pflegeberatung wird in der häuslichen Umgebung Ihrer Eltern angeboten. Die Dauer beträgt ca. 2 Stunden.

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