Kriterien für den Erhalt einer Pflegestufe

Frage:
Hallo, meine Mutter ist 82 Jahre und hat seit vielen Jahren Parkinson. Sie lebt in einer getrennten Wohnung gemeinsam mit mir in einem Haus. Ich bin ganztägig berufstätig. Nun merke ich, dass Sie viele Dinge des täglichen Bedarfs nicht mehr alleine bewältigen kann z.B. Duschen, An- und Ausziehen (ich helfe morgens und abends wo ich kann.... nur das reicht nicht mehr) Gibt es krankheitsbezogen eine Einstufung in Pflegestufe 1????. Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort:
Als erstes sollten Sie umgehend einen Antrag auf Leistungen der Pflegekasse, kurz Pflegegeldantrag, stellen. Dieser ist formlos, auch telefonisch, an die Pflegekasse bzw. die Krankenkasse Ihrer Mutter zu richten. Diese sendet Ihnen dann einen Fragebogen inkl. schriftlichem Antrag und Erläuterungen zu.

Die Pflegeeinstufung wird nicht an Hand von Krankheiten festgelegt, sondern ist abhängig von der durchschnittlichen täglichen Zeit, die für die notwendige Pflege aufgewendet werden muss. Um sich vorab ein Bild machen zu können, sollten Sie sich von der Pflegekasse ein PFLEGETAGEBUCH schicken lassen und dieses über einen Zeitraum von 14 Tagen penibel führen. Weitere Erklärungen zu den Zeitkorridoren liegen dem Pflegetagebuch bei.

Zur Bestimmung des tatsächlichen Pflegezeitaufwands wird Ihnen die Pflegekasse, nach Eingang Ihres Antrages, einen Gutachter schicken. Dieser wird an Hand von vordefinierten Zeitkorridoren den Zeitaufwand und damit die Pflegestufe bestimmen.

Bereits mit Stellung des Pflegegeldantrages haben Sie das Recht, eine kostenlose Pflegeberatung in Anspruch zu nehmen.

Außerdem sollten Sie überlegen, ob nicht der Einsatz eines Hausnotrufsystems sinnvoll wäre. Damit könnte Ihre Mutter rund um die Uhr signalisieren, wenn sie Hilfe benötigt. Wenn Sie zu Hausnotruf weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich wieder an uns. Wir schicken Ihnen dann Unterlagen zu.

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