Pflege von Angehörigen

Frage:
Seit ungefähr drei Jahren pflege ich mit meiner Frau zusammen meinen Vater der an Alzheimer erkrankt ist und unter Zucker leidet. Langsam wir uns das zuviel, da er immer weglaufen will. Der Hausarzt will dass er in eine Pflegeanstalt gebracht wird, wir würden das aber gerne umgehen. Was können sie uns da anraten?

Langsam wird es auch meiner Frau zu viel, sie schafft das alleine nicht mehr. Welche Möglichkeiten gibt es da? Was kostet ein Pflegedienst und kommen die auch am Wochenende und nachts, oder wie geht das wenn wir mal für ein Wochenende zu den Kindern wollen?

Antwort:
Angehörige pflegen ist immer eine sehr anstrengende Sache. Neben der körperlichen Arbeit spielen bei den Angehörigen die Gefühle eine nicht unerhebliche Rolle. Zu Ihrer Frage lässt sich Folgendes sagen: Die Weglauftendenz Ihres Vaters wird, so zeigt es die Erfahrung, nicht besser, sondern sich eher verstärken.

Auch der Alzheimer wird sich eher verstärken, an eine Heilung der Krankheit ist zurzeit leider noch nicht möglich. Raten können wir Ihnen zu einer Tagespflegeeinrichtung. Diese Einrichtungen holen Pflegebedürftige tagsüber in ihre Obhut und versorgen sie fachgerecht mit allem, was sie brauchen. Zum Abend hin werden die Tagespflegebesucher wieder nach Hause in die Obhut der Angehörigen gebracht. Wichtig hierbei ist, Sie müssen Ihren Vater nicht dauerhaft und täglich in eine solche Tagespflege geben. Die Einrichtungen sind sehr flexibel und beraten Sie gerne über Art und Umfang der Betreuung.

Zusätzlich könnten Sie für die Pflege morgens und abends einen Pflegedienst beauftragen. Pflegedienste kommen auch am Wochenende, manche versorgen ihre Klienten auch in der Nacht.

Welche Kosten auf Sie zukommen, kann erst geklärt werden, wenn der Umfang der Versorgung feststeht. Hierzu sollten Sie Kontakt mit den entsprechenden Einrichtungen in Ihrer Nähe aufnehmen. Diese beraten Sie ausführlich zum Thema 'Pflege von Angehörigen'.

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