Begleit- und Besuchsdienste

Die meisten Menschen wünschen sich selbstbestimmt im vertrauten Umfeld alt zu werden. Da aber viele Senioren heutzutage alleine leben und nicht mehr im Kreise einer Großfamilie, werden Kontakte zu anderen Menschen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben schwieriger - insbesondere bei nachlassender Mobilität. Um einer drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken, bieten Begleit- und Besuchsdienste an dieser Stelle Abhilfe. Angeboten wird diese ehrenamtliche Dienstleistung von den Wohlfahrtsverbänden, kirchlichen Seniorenkreisen, Organisationen der Nachbarschaftshilfe etc.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Besuchs- und Begleitdienstes sollten durch die Anbieter auf ihre Tätigkeit durch Schulungen vorbereitet werden. Die Besuche finden nach Absprache statt. Damit sich eine Beziehung zwischen Besucher und Besuchtem aufbauen kann, kommt immer derselbe Mitarbeiter zum älteren Menschen, gegenseitige Sympathie vorausgesetzt. Die Besuche und die Begleitung sind selbstverständlich kostenlos.

In Erinnerungen an früher schwelgen oder die aktuellen Befindlichkeiten erörtern, bei den Mitarbeitern des Besuchs- und Begleitdienstes finden die älteren Menschen ein offenes Ohr und Verständnis. Bei den regelmäßigen Besuchen fallen mögliche Veränderungen eher auf, als das in einem Telefonat möglich wäre. Die Mitarbeiter können die Angehörigen informieren oder weitergehende Hilfen organisieren

Das Angebot des Besuchs- und Begleitdienstes umfasst nicht nur die Begleitung und Hilfe in den eigenen vier Wänden. Etwas wackelig auf den Beinen und auf den Rollator angewiesen, trauen sich ältere Menschen oft nicht mehr allein vor die Tür. Auch ein Spaziergang durchs Grüne, ein Friedhofsbesuch oder ein Besuch in einem Café, die Mitarbeiter begleiten die Senioren nahezu überall hin. Einige Wohlfahrtsverbände stellen Fahrzeuge zur Verfügung, wenn der Weg zum Ziel zu Fuß zu weit ist.

Besucherdienst mit Hund

Ein besonderes Angebot stellt der Besuchsdienst mit Hund dar. Selbstverständlich werden hier nicht nur die ehrenamtlichen Mitarbeiter sondern auch die Hunde auf ihre Aufgaben vorbereitet. Oft hatten die Senioren selbst lange einen vierbeinigen Begleiter und können die Haltung jetzt nicht mehr bewerkstelligen. In jedem Fall schaffen die Hunde oft mit Leichtigkeit, was Menschen nicht vermögen, sie sind in der Lage Körper, Geist und Seele tief zu berühren. So zeigen Demenzkranke beispielsweise überraschende Reaktionen, sie öffnen sich und wollen das Tier berühren. In jedem Fall sorgt die Begegnung mit einem Hund für Gesprächsstoff und eine entspannte Atmosphäre.

Dieses kostenlose Angebot der Besuchs- und Begleitdienstes hält den Kontakt der Senioren zu ihrer Umwelt lebendig und entlastet die pflegenden Angehörigen stundenweise.


© Pflegenetzwerk - Begleit- und Besuchsdienste

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