Essen auf Rädern

Eine praktische Sache, dieser Lieferservice „Essen auf Rädern“, der täglich ein Mittagessen nach Hause bringt, so dass man am eigenen Tisch eine warme Mahlzeit einnehmen kann, wenn man selbst nicht mehr am Herd stehen kann oder möchte.

Das erste Essen auf Rädern gab es in den 1940er Jahren in England. Frauen einer britischen Wohlfahrtsorganisation lieferten Essen an arme und pflegebedürftige Menschen aus. In den 1960er Jahren kam die Idee nach Deutschland. Zunächst verpflegte das Nachbarschaftshaus in Berlin Kreuzberg 30 Rentner. Im Februar 1961 entwickelte die Vorsitzende des Krefelder Vereins für Haus- und Krankenpflege e.V. , Magdalene Schwietzke, die Idee, möglichst viele Bedürftige in den eigenen vier Wänden mit warmen Essen zu versorgen – der Beginn von „Essen auf Rädern“ in Deutschland.

Seitdem hat sich viel getan. Das Angebot scheint schier unbegrenzt. Es gibt rund 2.000 Anbieter von Essen auf Rädern, zweidrittel davon sind in sozialer Trägerschaft der Wohlfahrtverbände und Hilfsorganisationen wie Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, AWO, Caritas, Malteser Hilfsdienst, DRK, Paritätischer Wohlfahrtsverband etc. Daneben gibt es private Anbieter. Um ihre Kapazitäten besser auszulasten, bieten darüber hinaus auch Partyservices sowie Großküchen von Krankenhäusern und Altenheimen Essen auf Rädern an.

Kunden haben die Wahl zwischen tiefgekühlter, aufwärmbarer oder bereits servierfertiger Kost. Qualität, Preis und Service können je nach Anbieter stark variieren, deshalb ist es wichtig, die Angebote zu überprüfen. Preisvergleiche, Probemenüs und ein Blick auf die Vielfalt der angebotenen Speisen helfen bei der Entscheidungsfindung. Pflegestützpunkte, Seniorenbüros oder die Verbraucherzentralen der Länder informieren kostenlos und unabhängig.

Was kostet der Service „Essen auf Rädern“?

Die Kosten je Menü können mitunter stark variieren, in der Regel sind es zwischen 4,50 und 7,00 €. Ein Preisvergleich lohnt sich, bei dem auch Anlieferungskosten und Wochenendzuschläge mit berücksichtigt werden sollten. Wer Schwierigkeiten hat, den Bringdienst zu finanzieren, kann beim Sozialamt Zuschüsse beantragen.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) im Rahmen des nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ den DGE-Qualitätsstandard für das Essen auf Rädern entwickelt. Abwechslungsreich und altersgerecht soll der Speisenplan sein. Die angebotenen Menüs sollen weniger Kalorien aber viele Nährstoffe enthalten, da die Beweglichkeit im Alter in der Regel abnimmt. In Lebensmitteln ausgedrückt heißt das: Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Vollkornprodukte, magere Milchprodukte sowie magerer Fisch oder eben solches Fleisch sollen die Hauptbestandteile der gelieferten Mahlzeiten sein. Seriöse Anbieter weisen deshalb auch auf die ernährungsphysiologische Zusammensetzung ihrer Menüs hin.


© Pflegenetzwerk - Essen auf Rädern

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