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Glossar

Das Pflegenetzwerk ist das Portal in erster Linie für pflegende Angehörige und alle, die Fragen rund um die Pflege haben. Unser Service ist für Sie kostenlos. Hier möchten wir Ihnen vorab die wichtigsten Begriffe aus dem Pflegebereich erläutern.

Barrierefreies Wohnen

Eine barrierefreie Wohnung ist wesentlich, um die Selbständigkeit von pflegebedürftigen Menschen zu erhalten, ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und eine Unterbringung in einem Pflegeheim zu vermeiden bzw. aufzuschieben.

 

Auch für Senioren oder für Menschen mit Behinderung, die noch nicht von Pflegebedürftigkeit betroffen sind, stellt sich die Frage nach einem barrierefreien Umbau der Wohnung.

 

Eine Umrüstung der eigenen vier Wände betrifft in vielen Fällen das Badezimmer. Darüber hinaus sollten barrierefreie Zugänge zur Wohnung selbst und zu allen Zimmern geschaffen werden. Weitere Anpassungen betreffen die altersgerechte Umgestaltung der Küche, um beispielsweise Tätigkeiten im Sitzen zu ermöglichen.

 

Neben dem Erhalt der Selbständigkeit trägt ein barrierefreies Wohnumfeld auch zur Sicherheit der Betroffenen bei, da typische Stolperfallen durch einen Umbau entfernt werden. Damit Angehörige oder ein Pflegedienst im Notfall alarmiert werden können, kann auch die Einrichtung eines Hausnotrufsystems sinnvoll sein.

 

Wer bezahlt den Umbau hin zum barrierefreien Wohnen?

 

Personen, die in eine Pflegestufe eingestuft wurden, können unter bestimmten Bedingungen die Kosten für einen Umbau ganz oder teilweise von der Pflegekasse erstattet bekommen bzw. über spezielle Förderkredite finanzieren.

 

Seit das Pflegestärkungsgesetz zum 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist, gelten höhere Zuschussobergrenzen:

 

  • für eine pflegebedürftige Person: statt max.2.557 Euro seit 1.1.2015 max. 4.000 Euro pro Maßnahme
  • bei mehreren Pflegebedürftigen pro Wohnung: statt max.10.228 Euro max.16.000 Euro pro Maßnahme.

 

Eigentümer von Wohnraum bzw. Mieter, deren Vermieter mit den Umbaumaßnahmen einverstanden ist, können über das Förderprogramm „Altersgerecht umbauen“ der KfW-Bank einen Zuschuss zu den Baukosten beantragen. Alternativ kann ein zinsgünstiger KfW-Kredit in Anspruch genommen werden.

 

Wichtig!

 

Duschsitz, Toilettenerhöhung, Sicherheitsgriffe u.ä. zählen zu den Hilfsmitteln, die auf Antrag von den Krankenkassen bezahlt werden. Sie sollten die Kosten hierfür deshalb getrennt von den Kosten für einen Umbau betrachten und bei der Beantragung ausschließlich geplante Umbaumaßnahmen auflisten.

 

Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes

 


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