Seniorensport

Streng wissenschaftlich betrachtet beginnt Seniorensport bereits im Alter von 30 Jahren, da zu diesem Zeitpunkt der kontinuierliche Abbau der motorischen Fähigkeiten beginnt. Hier geht es aber um die doppelt so alten und älteren Senioren. In den Ruhestand versetzt, freut sich der ein oder andere darauf, endlich die Füße hochlegen zu dürfen und sich im Sessel gemütlich zurück zu lehnen. Schließlich gab bereits Churchill die Losung „No sports!“ aus und wurde trotzdem 90 Jahre alt.

Für den „Normalbürger“ jedoch gilt: Regelmäßige und gezielte Bewegung steigert die Lebensqualität, fördert die Gesundheit und erhält die geistige Spannkraft. Das alte Sprichwort: Wer rastet, der rostet, kommt nicht von ungefähr. Wenig bis gar kein Sport, gepaart mit einem altersbedingt veränderten Stoffwechsel und ggf. einem genussreichen Lebenswandel, lassen den Körperfettanteil steigen und die Muskeln schwinden.

Regelmäßige sportliche Bewegung ist eines der wenigen erfolgreichen Anti-Aging-Mittel, um sich mit 60+ weiterhin fit zu fühlen. Die Ausrede: Hab’ ich noch nie gemacht, dafür bin ich zu alt, zählt nicht, denn für Sport ist man nie zu alt. Auch wer erst im hohen Alter mit dem Sporttreiben beginnt, kann wesentliche Verbesserungen erzielen.

Ausdauersportarten wie Schwimmen, Wandern, Nordic-Walking oder Radfahren bringen den Kreislauf in Schwung, fördern die Kondition, stärken die Muskeln, verbessern den Gleichgewichtssinn, die Knochendichte und den Stoffwechsel. Man fühlt sich vitaler und geistig frischer. Studien belegen, dass durch regelmäßige aerobe Übungen älteren Menschen die Fähigkeit erhalten bleibt, Funktionen des täglichen Lebens auszuüben, wie Treppen steigen, Pakete tragen und Ähnliches.

Bewegung trotz Gelenkverschleiß

Auch bei Arthritis und weiteren, oft schmerzhaften Erkrankungen des Skelettsystems, trägt Sport zu einer Linderung der Schmerzen und allgemeinen Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes bei. So hat sich gezeigt, dass beispielsweise Menschen mit Arthritis durch gezielte Bewegung den Zustand ihrer Gelenke verbessern und weniger Schmerzen und Bewegungseinschränkungen haben.

Und in der Gemeinschaft macht Bewegung nochmal so viel Spaß. Volkshochschulen aber vor allem Sportvereine haben Angebote wie Seniorengymnastik, Seniorentanz, Walking oder Ballsport für Senioren im Programm. Fachkundige Anleitung verhindert eine schädliche Überbelastung bei zu viel plötzlichem Eifer. Und wen diese Angebote nicht ansprechen, für den gibt es eine spezielle Hocker- oder Stuhlgymnastik für Senioren. Auch der Rollator lässt sich zum „Sportgerät“ umfunktionieren, um aufrechte Haltung, Beweglichkeit und Muskelkräftigung zu schulen.

Bewegungsprogramme für Demenzerkrankte

Selbstverständliche Bewegungen sicher ausführen zu können, ist besonders für demenziell erkrankte Menschen wichtig. Gezielte und regelmäßige Übungen erhalten die Fähigkeit, Alltagsaktivitäten möglichst lange selbstständig zu vollziehen. Spezielle Bewegungsprogramme für Demenzerkrankte und deren Angehörige trainieren neben dem Herz-Kreislauf-System und der Muskulatur auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns. Auch Ängste und emotionaler Stress können so abgebaut werden.

Wichtig

Bisherige „Sportmuffel“ sollten in jedem Fall den Hausarzt konsultieren, ehe sie mit dem Training beginnen, um gesundheitliche Risiken im Vorfeld abzuklären und auszuschließen. Wenn der Arzt grünes Licht gibt, sollte man langsam mit dem Training beginnen und sich nach und nach steigern.


© Pflegenetzwerk - Seniorensport

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